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Kirchenchor

 

Der Kirchenchor beendet nach 56 Jahren seine Tätigkeit!

Am Sonntag „Laetare“, am 15. März 2015, gestaltete der Kirchenchor an der Kirche Mariä Himmelfahrt das letzte Mal den Gottesdienst musikalisch. Der Chor war eine sangesfreudige Gruppe von Männern und Frauen aus unserer Pfarrei, die sich über Jahrzehnte regelmäßig einmal in der Woche unter der Leitung ihres Chorleiters, Karl-Josef Sauer, trafen, um Gesänge zur Verherrlichung Gottes und zur Freude der Gemeinde einzustudieren.

Zu seinem Einsatz:

Der Kirchenchor sang Begleit- und Aktionsgesänge in Vertretung der Ge­meinde oder des Psalmisten und trug so mit seinem Gesang zur Feierlichkeit der Gottesdienste bei. Er war immer der Gottesdienstliturgie verpflichtet und wollte nie ein Konzertchor, mit dem er manchmal verglichen wurde, sein. Vielmehr war er Teil der feiernden Gemeinde und übernahm mit ihr – oder auch stellvertretend für sie – den in der Liturgie vorgesehenen Dienst. Der Chor sang von der schlichten Einstimmigkeit bis hin zu den reicheren Formen der Polyphonie Werke aus allen Epochen der Kirchenmusik. Auf diese Weise erarbeitete er im Laufe der Zeit eine Fülle von Motetten, Psalmvertonungen, Liedsätze, Antwortgesänge und Messen.

Kleiner Rückblick auf die Gründungszeit:

Im Jahre 1959 übernahm Karl-Josef Sauer, Organist und Chorleiter, das Amt des Organisten in der Pfarrkirche. Nach kurzer Zeit gründete er eine Schola mit jungen Männern. Sie sangen damals mit Ausnahme der Ferien jeden Sonntag im Hochamt. Nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil befassten sie sich intensiv mit der Gestaltung der erneuerten Liturgie. Aus dieser Schola entwickelte sich bis zum Jahre 1974 der Kirchenchor Mariä Himmelfahrt. Im gleichen Jahr wurde das Einheitsgesangbuch „Gotteslob“ eingeführt. In Verbindung mit dem damaligen Ortspfarrer, Michael Petschull, war der Chor wesentlich an der Einübung der neuen Gesänge und Lieder beteiligt und prägte den liturgischen Charakter der Sonn- und Feiertage im Kirchenjahr. Er gestaltete zum Beispiel an Festtagen die Vesper und gelegentlich eine Komplet mit einer Lichtfeier sowie zur weihnachtlichen Einstimmung die Matutin vor der Messe am Heiligen Abend. Mehrfach sang der Chor im Rahmen der drei österlichen Tage die Passion. Im Laufe seiner aktiven Zeit erlebte er fünf Pfarrer (Johannes Angert, Erhard Flörsch, Michael Petschull, Heinz Josef Heinemann und Christian Nagel) sowie einige Kapläne, mithelfende Priester und Diakone.

Die Chorgemeinschaft:

Es war eine schöne Zeit! Wir Sängerinnen und Sänger waren in all den Jahren – auch mit wechselnden Mitgliedern und unterschiedlichen Mitgliederzahlen und mit unserem Chorleiter Karl-Josef Sauer – eine frohe, harmonische Gemeinschaft. Jahresausflüge mit Familien und Freunden, geselliges Beisammensein in der ersten Chorstunde im Jahr und Feste zu Jubiläen trugen zur Festigung der Gemeinschaft bei.

Wir bedanken uns bei unserem Chorleiter, Karl-Josef Sauer, für seinen Einsatz, für all seine Mühe und Geduld, für die Fülle von Informationen über Liturgie, Musikgeschichte und Musiktheorie, für die Gestaltung von Singwochenenden und für die zahlreichen Chorsätze, die er eigens für unseren Chor komponiert hat.

In diesem Zusammenhang bedanken wir uns auch bei unserem Notenwart, Manfred Schmidt, der aufgrund seiner Kenntnisse die für uns komponierten Chorsätze gestaltet hat.

Nicht zuletzt bedanken wir uns ebenfalls bei unserer Chorsängerin, Annemarie Schollmayer, für ihren großartigen Einsatz zum Wohle der Chorgemeinschaft, für alle organisatorischen Arbeiten z.B. bei der Gestaltung von Festen, Feiern, Ausflügen und Chorwochenenden, für die Öffentlichkeitsarbeit, für die Zusammenarbeit mit dem Pfarramt, für die Geburtstagsgratulationen im Namen des Chores und vieles mehr.

Zukünftig reihen wir uns zum Mitgestalten von liturgischen Feiern in die Kirchenbänke ein.

Die Chormitglieder